Über dieses Projekt habe ich lange kaum etwas öffentlich erzählt – vielleicht, weil es still vor sich hingewachsen ist. Die Fotografien entstanden bereits 2022, wurden sortiert, gesichtet und wanderten erst einmal in die Schublade. Es war eine intensive Zeit in den Werkstätten in Dransdorf und Beuel, doch ohne konkretes Ziel blieb das Material liegen.
Das änderte sich Anfang des Jahres 2025. Die Stadtwerke Bonn fragten an, ob ich Bilder für eine Publikation zur Zweiterstellung bereitstellen könnte. Was zunächst nach einer kleinen Auswahl klang, entwickelte sich schnell zu etwas Größerem: Die SWB entschieden, einen hochwertigen Bildband zum Abschluss des Projekts zu produzieren – als Dank und Dokumentation für jene, die über viele Jahre daran gearbeitet hatten.
Zu meiner großen Freude wurden rund dreißig meiner Fotografien ausgewählt. Sie prägen den Umschlag und den Schuber, andere eröffnen den Bildteil. Selbst für ein Projekt, das intern und nicht im Handel erscheint, ist es für mich ein besonderes Gefühl: Die eigenen Bilder werden zum Bestandteil einer Geschichte, die über Jahre hinweg von vielen Menschen geschrieben wurde.
Das Buch ist im eigentlichen Sinne ein Arbeitsdokument – gedacht für die Mitarbeitenden, nicht für die Öffentlichkeit. Doch gerade das macht es so wertvoll. Es spiegelt die Verbindung von Technik und Handwerk, von Routine und Präzision, von Stahl und Farbe, von altem Rahmen und neuer Zukunft.
Für mich ist dieser Bildband ein leiser, aber sehr schöner Abschluss. Ein Moment, in dem ich staunen darf, was aus meinem Material geworden ist – und in dem ich gespürt habe, dass meine Bilder ihren Platz finden können. Vielleicht öffnen sich aus solchen Projekten heraus neue Wege. Vielleicht bleibt es einfach eine Erfahrung, die trägt. In jedem Fall ist es ein Kompliment, das ich gerne annehme.









