Auf der Zielgerade des Projekts war ich endlich dort mit dabei, was die meisten Menschen — und auch ich bis zu Beginn des Projektes — im Wesentlichen mit der Tätigkeit des Ordnungsamts verbinden: Beim Verkehrsaußendienst (VAD) oder auch Verkehrsüberwachung (VÜ). Wichtig ist hierbei, dass es hierbei immer um den ruhenden Verkehr geht. Für den fließenden ist die Polizei zuständig. (Was ist eigentlich mit Staus? Zählen die zum fließenden oder ruhenden Verkehr?)

Und selbst in diesem scheinbar kleinen Teil gab es drei völlig unterschiedliche Dienste — und das nicht nur, weil eh jeder Dienst anders ist. Das habe ich ja schon lange verstanden. Es gibt — wie üblich — einen Früh- und einen Spätdienst und dazu noch die Fußstreifen. Während im Frühdienst noch mehrere Teams und damit Wagen in Bonn unterwegs sind, gibt es im Spätdienst irgendwann nur noch ein so genanntes Einsatzmittel. Und wenn das dann auch noch in einem Einsatz z.B. durch Warten auf den Abschleppen gebunden ist, dauert es für die nächsten Einsätze entsprechend länger. In der Hoffnung, dass auch dort nicht die nächste Ein-/Ausfahrt völlig stumpf zugeparkt ist und ein:e Anlieger:in nicht mehr aus der Ausfahrt und in die Einfahrt kommt. Die Fußstreife wiederum kontrolliert Parkscheine und -uhren, Behindertenausweise sowie verbliebene Restfahrbahnbreiten im näheren und weiteren Umfeld. Oder schafft auch mal wildgeparkte Scooter beiseite. Wieder drei Einsätze mit vielen Eindrücken — inklusive neu entdeckter Stellen in Bonn.