Es brennt. Vom Ende aller Dinge.2024-05-12T17:50:47+02:00

Es brennt.
Vom Ende aller Dinge.

Entwicklung Müllmengen in Deutschland pro Person und JahrWir produzieren Müll. Jeden Tag. In steigendem Maße. Trotz aller Bemühungen zur Abfallvermeidung und einer Hoffnung auf Zero Waste ist das gesamte Müllaufkommen pro Person in Deutschland von 2007 bis 2020 von ca. 460kg auf ca. 480kg pro Jahr angestiegen (Quelle: Statistisches Bundesamt/destatis). Unbehandelt deponiert werden darf und soll nichts mehr. Und im (Rest-)Müll stecken selbst bei sorgfältiger Trennung Unmengen an Wertstoffen. Wohin also damit?

Durch die Verbrennung, auch thermische Verwertung genannt, werden verschiedene Dinge erreicht: Durch das Feuer entsteht Wärme, die zur Erzeugung von Fernwärme und Strom genutzt werden kann. Aus den Rauchgasen werden die Schad- und Giftstoffe herausgefiltert und anschließend als Filterstäube sicher deponiert. Aus den nichtbrennbaren Bestandteilen, den Schlacken, werden Wertstoffe, insbesondere Metalle, zurückgewonnen.

Das Fotoprojekt zeigt die Arbeit verschiedener thermischer Müllverwertungsanlagen. Dabei geht es nicht nur um den Transformationsprozess von Müll zu Energie, Schlacken und Stäuben sowie Rauch. Müllverwertungsanlagen sind immer große Technik und Architektur. Vor allem aber arbeiten hier Menschen. Sie leisten tagtäglich einen wichtigen Beitrag zur Daseinsvorsorge und Entsorgungssicherheit – und das im (Halb-)Schatten der Gesellschaft.

Die Auseinandersetzung mit diesem Ort macht aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen sichtbar: Klimawandel, Energieversorgung, Natur- und Umweltschutz, Arbeitswelten. Der Begriff der Nachhaltigkeit erhält eine erweiterte Bedeutung.

Auf den hier gezeigten Bildern sind nur in seltenen Fällen Menschen zu sehen. Das (Teil-)Projekt zu und mit den Menschen, die auf den Anlagen arbeiten, das ein elementarer Bestandteil des Gesamtprojekts ist, steht noch am Anfang.

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